Finding
Connection.
Was passiert, wenn Menschen bei einer Künstlichen Intelligenz genau das finden, was ihnen im Alltag fehlt: Aufmerksamkeit, Verständnis und das Gefühl, gesehen zu werden?
Am 2. Dezember zeigt „Der Wahnsinn“ den Dokumentarfilm Finding Connection. Anschließend diskutiert PD Dr. med. Ulrich Seidl gemeinsam mit dem Publikum und einem besonderen Gast: Regisseur Florian Karner ist persönlich vor Ort.
Kann eine Maschine uns das Gefühl geben, verstanden zu werden?
Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Werkzeug, das Texte schreibt, Informationen verarbeitet oder Fragen beantwortet. Moderne Systeme können zwischenmenschliche Kommunikation inzwischen so überzeugend imitieren, dass Gespräche persönlich, aufmerksam und teilweise sogar emotional wirken können.
Für manche Menschen entsteht daraus mehr als eine praktische Interaktion. Sie finden in digitalen Gesprächen Aufmerksamkeit, Bestätigung und emotionalen Halt – Dinge, die ihnen im realen Alltag möglicherweise fehlen.
Genau an diesem Punkt setzt der Dokumentarfilm „Finding Connection“ von Florian Karner an.
Was bedeutet Verbindung, wenn unser Gegenüber kein Mensch ist – das Gefühl, verstanden zu werden, aber trotzdem real sein kann?
Zwischen Technologie, Einsamkeit und echter Nähe.
„Finding Connection“ betrachtet Künstliche Intelligenz nicht nur technisch. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre Bedürfnisse.
Was ist echte Verbindung?
Kann eine emotionale Beziehung als bedeutsam erlebt werden, wenn auf der anderen Seite kein Mensch sitzt? Und was macht zwischenmenschliche Nähe eigentlich aus?
Warum wenden sich Menschen KI zu?
Einsamkeit, fehlende Aufmerksamkeit, Unsicherheit oder der Wunsch, ohne Bewertung sprechen zu können: Digitale Gesprächspartner können Bedürfnisse ansprechen, die im Alltag möglicherweise unerfüllt bleiben.
Wo liegen die Grenzen?
Was geschieht, wenn emotionale Unterstützung aus einer Simulation kommt? Welche Erwartungen entstehen – und welche Verantwortung tragen Entwickler, Gesellschaft und Nutzer?
Finding Connection
Ein Film von Florian Karner über Menschen, Künstliche Intelligenz und die Suche nach emotionaler Verbindung.
Wenn KI plötzlich persönlich wird.
Florian Karner begleitet Menschen, die in Gesprächen mit Künstlicher Intelligenz etwas finden, das ihnen im Alltag häufig fehlt: Verständnis, Aufmerksamkeit und das Gefühl, gesehen zu werden.
Der Dokumentarfilm macht sichtbar, wie solche Begegnungen ablaufen, wie schnell Vertrauen entstehen kann und wie stark die Antworten eines Systems das eigene Erleben beeinflussen können.
Dabei richtet Karner den Blick nicht nur auf die Technologie, sondern vor allem auf die Menschen dahinter – auf Einsamkeit, Sehnsucht nach Zugehörigkeit, den Wunsch nach Sicherheit und auf die Frage, wo die Grenzen einer Maschine liegen.
Der Film zeigt sowohl die faszinierenden Möglichkeiten dieser Interaktionen als auch die Herausforderungen: Authentizität, Verantwortung, Erwartungen und die Konsequenzen, wenn emotionale Unterstützung zunehmend von digitalen Systemen übernommen wird.
Finding Connection bei Camera Zwo →Ein erster Blick in „Finding Connection“
Der offizielle Teaser zum Dokumentarfilm von Florian Karner.
Wenn Psychiatrie, Film und KI aufeinandertreffen.
Nach dem Film geht der Abend weiter. PD Dr. med. Ulrich Seidl greift gemeinsam mit Regisseur Florian Karner und dem Publikum die Fragen auf, die „Finding Connection“ aufwirft.
Welche Rolle spielen Einsamkeit und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit für unsere psychische Gesundheit?
Warum kann sich die Kommunikation mit einer KI für Menschen emotional so real anfühlen?
Kann KI Menschen unterstützen – und wo beginnt eine problematische emotionale Abhängigkeit?
Was unterscheidet simuliertes Verständnis von einer menschlichen Beziehung?
Welche Verantwortung entsteht, wenn Menschen digitalen Systemen immer persönlichere und intimere Dinge anvertrauen?
Danach geht es weiter.
Zwei weitere Filmabende stehen in der vierten Staffel bereits fest. Wie immer folgt auf den Film die gemeinsame Einordnung und Diskussion.
Moonlight
Barry Jenkins erzählt die Geschichte von Chiron, der in Miami aufwächst und auf der Suche nach Identität, Zugehörigkeit und seinem eigenen Platz im Leben ist.
111 Minuten · 2D
Mehr zum Film →
Das Glück an meiner Seite
Die Konzertpianistin Kate erhält die Diagnose ALS. Zwischen ihr und ihrer Pflegerin entwickelt sich eine besondere Beziehung und eine enge Freundschaft.
102 Minuten · 2D
Mehr zum Film →Film schauen. Darüber reden. Anders darüber nachdenken.
„Finding Connection“ bei „Der Wahnsinn“ in der Camera Zwo Saarbrücken. Im Anschluss: Austausch und Diskussion mit PD Dr. med. Ulrich Seidl, Regisseur Florian Karner und dem Publikum.